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BLIZZARD BACKSTAGE #1: ROB PARDO

07.01.2009 - 19:00 - ROB PARDO: ERFOLG IST SEIN GESCHÄFT

Rob Pardo. Ein Name, der international fest mit Blizzard und Erfolg verbunden wird. Doch wer ist Rob Pardo eigentlich, und wo kam er her? Denn auch wenn er heute als Vizepräsident von Blizzard in aller Munde ist, so gehörte er nicht zum Gründungsteam von 1991, sondern stieß erst 1997 zu Blizzard. Erst ein Jahr nachdem Bill Roper mit den Condor Inc. Studios als Blizzard North zur Firma kam.


Rob Pardo
Rob Pardo
Angefangen hatte alles am 9. Juni 1971, dem Geburtsdatum des damals noch recht jungen Robby. Die Interessen des Kaliforniers waren von frühen Kindesbeinen an nicht unbedingt auf Computerspiele fixiert. Eigentlich sogar das Gegenteil. Als junger Mann fing er Kriminologie, Recht und Gesellschaft zu studieren an. Rob Pardo hätte also ohne weiteres Gesellschaftswissenschafter, Anwalt oder sogar Fahnder beim F.B.I. werden können. Diese Karriere schien auch lange Zeit genau das zu sein was er verfolgte, da er alle drei Studienfächer mit dem Bachelorgrad beendete. Anschließend jedoch arbeitete er mal mehr und mal weniger lang für verschiedene Firmen im Orange County. Diese Arbeit scheint ihm jedoch die Menge Geld eingebracht zu haben, mit der er sich sicher genug fühlte plötzlich als einer der Produzenten der DOS Version von Mortal Kombat zu fungieren.

everquest_babe
Everquest
Warum er auf einmal das Interessentsgebiet wechselte, weiß wohl nur er selber. Womöglich, weil er nun doch damit anfing PC-Spiele zu spielen und zu lieben. In Everquest gab es eine legendäre Gilde namens Legacy of Steel, die viele der möglichen Ziele als Erstes erreichte. Der Gildenleiter war? Genau, Rob Pardo. Auf jeden Fall bedeutete dies seinen abrupten Einstieg ins Computerspielgeschäft. Doch nicht als Produzent oder Firmenleiter, wie man nach seinem Einstand vermuten könnte. Nein, der schon in jungen Jahren erfolgreiche Mann heuerte als Qualitätstester beim damaligen Blizzardpublisher Interplay an. Meine persönliche Theorie ist, dass er einfach einmal ausspannen und spielen wollte. Dieser Theorie widerspricht jedoch leider sein schneller Wechsel in die Produktionsabteilung von Interplay, in der er nahe Kontakte zu Blizzard schmieden konnte. Bis dahin war sein Weg bereits bemerkenswert. Vom Kriminologen und Gesellschaftskenner hin zum Qualitätstester und Produzenten von PC-Spielen. Rob Pardo ist zu diesem Zeitpunkt erst 26 Jahre alt.

Verschiedene Blizzard Titel
Sein erstes Projekt
Doch dann kam 1997. Das Schicksalsjahr. Für Interplay, Blizzard und Pardo. Blizzard hatte gerade eben Diablo veröffentlicht und es ging rund im Hintergrund der Firma. Bis ins Jahr 1998 wechselten Besitzverhältnisse und Publisher von Blizzard in rascher Reihenfolge, bis schließlich Activision die Rechte daran erwarb. Zu diesem Zeitpunkt ist Rob Pardo plötzlich Designer bei Starcraft, und kurz darauf Lead Designer von Starcraft: Brood War. Was war geschehen? Pardo hatte offenbar genau den richtigen Riecher, und setzte in dem Gewirr aus Produzenten und Investoren die sich um Blizzard stritten nicht länger auf die Geldgeber im Hintergrund, sondern auf das Studio selbst. Seine Instinkte waren genau richtig. Genau wie bei der Auswahl der Spiele an denen er mitgewirkt hatte. Auch wenn er heute mit Mortal Kombat nichts mehr zu tun hat, so kennt jeder von uns diesen Titel. Und Starcraft, sein erstes Projekt für Blizzard. Was soll man dazu sagen? Starcraft ist kurzum das erfolgreichste und am längsten währende Echtzeit Strategiespiel der Geschichte. Seine weiteren beiden Projekte, Warcraft III und das dazugehörige Expansion The Frozen Throne produzierten zwar keine weiteren Superlative mehr, waren aber dennoch außerordentlich erfolgreich, und ebneten ihm den Weg nach noch weiter oben.

Seit 2004 ist er ein nicht mehr weg zu denkender Faktor in der Chefebene von Blizzard Activision geworden. 2006, im Alter von gerade einmal 35 Jahren, wurde er vom Times Magazin als einer der Top 100 einflussreichsten Männer der Welt gekürt. In der Sparte Artists & Entertainers belegte er Platz 2, nur geschlagen von Dane Cook.

Letztes Highlight ist sein Auftritt in der South Park Folge „Make Love, Not Warcraft“. Auch wenn man über den Humor von South Park geteilter Meinung sein kann, ist dies meiner Meinung nach die beste Folge die ich davon gesehen habe.

Make Love, Not Warcraft auf MySpace >>

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geschrieben von Mistwraith  
 
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