BASHIOK ZUM TAG/NACHT-WECHSEL UND EPISCHERE DIABLO-WELTEN
22.12.2009 - 22:36
Die dunkle Szenerie von Neu Tristram hat sicher viele von Euch fasziniert, als die ersten Bilder von der BlizzCon 2008 eintrafen. In diesem Jahr folgten dann Schnappschüsse aus den sonnigen und doch stürmischen Wüsten von Kehjistan – man konnte die Hitze der Mittagssonne förmlich spüren.
Die Tageszeit hat, wie man sieht, einen nicht unerheblichen Einfluss auf die Wirkung einer Szenerie. Wer würde sich schon gruseln, wenn er bei grellstem Tageslicht die Friedhöfe der
Kathedrale überquert? Eine vergleichsweise einfache Frage, die wohl auch Bashiok mit „Keiner“ beantworten würde. Und eben weil die Gestaltung der Spielwelt von Diablo 3 ein äußerst wichtiger Punkt auf der Tagesordnung von Blizzard ist, erklärt unser Community-Manager im offiziellen Forum, warum es in Diablo 3 keinen echten Tag/Nacht-Wechsel geben wird.
Bashiok:
"Hmm… ich glaube nicht, dass wir bisher schon einmal über den Tag/Nacht-Wechsel gesprochen haben. Das war etwas, was relativ früh ausdiskutiert wurde und wenn ich mich nicht irre, wurde es in irgendeiner Form eingebaut. Gut, wir benutzen keinen echten Tag/Nacht-Wechsel. Was wir tun, ist ein Fortschreiten der Tageszeit mit dem Weiterkommen des Helds in der Story. Also wird man beispielsweise aus der Mittagssonne der windigen Wüsten in ein anderes Gebiet kommen, in dem schon der Abend dämmert, bis man schließlich ein Areal erreicht, in dem die Nacht hereingebrochen ist. So bekommt man dieses Gefühl sich durch die Zeit zu bewegen, aber wir haben gleichzeitig die Möglichkeit das Aussehen und das Ambiente der verschiedenen Szenerien zu kontrollieren. Die optische Qualität eines „spielbaren Gemäldes“ können wir mit einem Tag/Nacht-Wechsel nicht erreichen, somit war es recht einfach zu entscheiden, dass wir alles per Hand gestalten, um jeweils das passende Beleuchtungsschema zu erschaffen. Das erlaubt uns zudem die vielen kleinen lustigen Dinge einzubauen, was wir nie schaffen würden, wenn wir nicht garantieren können, dass der Spieler sie auch tatsächlich sieht, während die Sonne ihre Runden dreht."
Die Kehrseite dieser Geschichte ist allerdings das Gameplay, das bei Diablo 3 bekanntlich an erster Stelle stehen soll. Ein Tag/Nacht-Wechsel könnte starken Einfluss auf den Spielablauf nehmen – immerhin sehen sogar die meisten Krieger schlechter in der Nacht. Darüber hinaus wären spezielle
Quests denkbar, die nur in der Nacht lösbar sind. Sicher würden sich noch mehr Möglichkeiten ergeben. Doch was ist Blizzard, und vor allem auch uns wichtiger? Gibt es eurer Meinung nach Gameplay-Elemente, die den Tag/Nacht-Wechsel zu einem Must-Have machen, oder sollte hier die epische Szenerie den Vorrang bekommen, die mit statischen Tageszeiten besser zu realisieren ist?
geschrieben von Bob_ROss
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